Kaum ein Gericht verbinden wir derart mit der Kindheit wie den Kartoffelstock. Es gibt wohl niemanden, der noch nie mit grosser Vorfreude auf den bevorstehenden Genuss mit dem Löffel eine Vertiefung für die feine Fleischsauce in die weiche Kartoffelmasse gedrückt hat. So köstlich ein Kartoffelstock auch sein kann, es gibt wahrscheinlich keine andere Zubereitung, die so riesengrosse Qualitätsunterschiede hervorbringt. Von der geschmacks- und konturlosen Masse, angerührt aus trockenen Flocken und heissem Wasser, bis zum ultrafeinen, cremigen und butterigen Püree. Während das eine in die Kartoffelhölle führt, wird man mit dem anderen direkt in den Himmel katapultiert. Keine Sorge: Für ein wunderbares Püree braucht es auch kein dreistes Kartoffel-Butter-Verhältnis von 1:1. Das Wichtigste ist die Wahl der Kartoffeln. Für meinen Traum-Kartoffelstock verwende ich immer die La-Ratte-Sorte mit ihrer weichen, butterartigen Konsistenz und dem milden, nussigen Geschmack.